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Nachrichten vom 08.05.2010

Ins Abseits gestellt

Straßenhändlerinnen in Südafrika protestieren gegen die Zerstörung ihres Arbeitsplatzes. Im Zuge der Fifa Weltmeisterschaft 2010 soll genau dort ein modernes Einkaufszentrum errichtet werden, wo bislang die Straßenhändlerinnen ihre Stände haben. Der Warwick-Markt in Durban schafft circa 10.000 informelle Arbeitsplätze für vorwiegend weibliche Straßenverkäufer. Diese werden nun durch den Bau des neuen Einkaufszentrums zerstört. Dadurch würden die Frauen ihre einzige Einkommensquelle verlieren. Gerechtfertigt wird der geplante Bau dadurch, dass Afrika moderne Weltklasse-Städte braucht, wenn es ein internationales Großereignis, wie die WM 2010, ausrichtet. Sprich: Städte, die internationale Investitionen anziehen und wo man keine armen Menschen sieht. Der Warwick-Markt ist leider kein Einzelfall. Viele afrikanische Städte durchlaufen derzeit ein Modernisierungsprogramm. Dieser Politik wirken Organisation, wie StreetNet, entgegen. Sie fordern, die Armen nicht zu vertreiben, sondern zu integrieren. Denn viele Touristen kommen, um auf traditionellen Märkten einzukaufen. Nicht in Einkaufszentren. Außerdem liefern die Märkte den armen Menschen in der Umgebung frisches Obst und Gemüse zu erschwinglichen Preisen. Sie verursachen auch weniger Kosten und ökologische Probleme als ein modernes Einkaufszentrum. Die Kampagnen von Organisationen, wie StreetNet, haben bereits bei der WM 2002 in Korea dazu beigetragen, dass weniger Straßenhändler vertrieben wurden. Daher werden auch die afrikanischen Straßenhändlerinnen weiter protestieren.

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Nachrichten vom 05.03.2010

Cord machts

Der Tübinger Gemeinderat wählte am Montag erwartungsgemäß den bisherigen Stadtsanierer Cord Soehlke zum neuen Baubürgermeister. Zwei der vier Mitbewerber hatten kurzfristig zurückgezogen. Mit 25 zu 14 Stimmen stand das Ergebnis bereits im ersten Wahlgang fest. Soehlke übernimmt das Amt am 1. April von der scheidenden Baubürgermeisterin Ulla Schreiber. Sie hatte auf eine erneute Kandidatur verzichtet.

Und es gibt sie doch noch

Die Reutlinger IG Metall hatte Grund zum Feiern: die Arbeiter der Automotive Lighting haben sich eine Beschäftigungssicherung bis Ende 2015 und die Zusage für neue Produktsionslinien erstreikt. Die Belegschaft war geschlossen gegen die geplanten 130 Entlassungen angetreten – die Streikposten am Werktor hatten nur die Funktion eines deutlichen Symbols. So war die von der Gewerkschaft organisierte Siegesfeier auch eine Feier der Zusammenhalts und der Solidarität.

Vetterleswirtschaft?

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Nachrichten vom 01.03.2010

Wer wird’s

Am heutigen Montag, den 1. März wählt der Tübinger Gemeinderat ab 16:30 Uhr einen neuen Baubürgermeister. Vier Bewerber mit unterschiedlichen Konzepten und Visionen präsentierten sich vergangenen Mittwoch der interessierten Öffentlichkeit. Ein wichtiges Thema in Tübingen war und ist Schutz und Entwicklung der Altstadt. Drei der vier Kandidaten halten einen Ensembleschutz zum Erhalt der historischen Bausubstanz nicht für notwendig. Albert Dischinger will „in der Altstadt ruhig ein bißchen auf den Putz klopfen.“ Zeljana Holowitz warnt davor, der Altstadt eine Käseglocke überzustülpen. Einzig Cord Soehlke äußerte Sympathie dafür, die gesamte Altstadt unter Schutz zu stellen. Der langjährige Stadtsanierer ist mit den baulichen und politischen Verhältnissen bestens vertraut. Weitere Themen waren der Europaplatz und der Umgang mit privaten Investoren.

Unvollständig

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Nachrichten vom 26.02.2010

Alternative Energiepolitik

Weil die Einspeisevergütung für Solarstrom bis zum 1.April stark gekürzt werden soll, ging Panik durch Tübingens Bewohner. Seit dem Informationsabend der Stadt, Anfang Februar ist ein enormer Anstieg der Fotovoltaik-Module auf Dächern zu merken. Jeder will noch Einsteigen, solange es eine höhere Rendite, immerhin von fast 10%, gibt. Tübingen liegt derzeit in der Solarliga sogar noch hinter Reutlingen. Auch Vertreter der Stadt haben angekündigt, mehr städtische Gebäude mit Solarzellen auszustatten.

Nehren ist halbblau

Der Gemeinderat in Nehren hat beschlossen, künftig den Strombedarf zu 50 Prozent mit Ökostrom zu decken. Eine neugegründete Servicegesellschaft wird dafür eine sogenannte Bündelausschreibung europaweit anbieten. Das Mehr an Ökostrom bedeutet für Nehren 3000 Euro höhere Kosten pro jahr.

Höfe ans Netz

DSL ist in Deutschland mittlerweile der Standard für die schnelle Anbindung von privaten Haushalten an das Internet. In den äußeren Tübinger Stadtteilen Bühl, Hagelloch und Hirschau ist das allerdings noch keine Selbstverständlichkeit. Um die Abdeckung mit schnellem DSL in diesen Teilorten zu vervollständigen, hatte Tübingens Finanzbürgermeister Michael Lucke im letzten Herbst Bundesmittel beantragt. Diese sind nun bewilligt worden. Die Tübinger Stadtverwaltung will und muss schnell reagieren, denn die Kosten müssen schon im Herbst diesen Jahres mit dem Bund abgerechnet werden. Bis dahin müssen also die neuen Kabel liegen und die angrenzenden Ortsteile mit einer schnellen Internetanbindung versorgt sein.

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Nachrichten vom 19.02.2010

Prämierte Gäste

Ein bis zwei Mal die Woche wird der Bolzplatz der Aischbach-Schule von kickenden Migrangen bevölkert. Aus nahezu allen Teilen der Welt kommt die multikulturelle Mannschaft, die zum großen Teil aus Schülern des „InFö“ besteht. Das Projekt heißt „Gol“ und wird seit nunmehr zwei Jahren von Ehrenamtlichen des interkulturellen Mehrgenerationenhauses in Tübingen organisiert. Die Idee dahinter: Deutsch-Unterricht ist bei weitem der wichtigste Anteil von Integration. Aber Deutsch alleine reicht nicht aus. Die Migranten sollen sich hier auch wohl fühlen und dazu gehören. Dabei hilft die gemeinsame Fußballmannschaft, bei der auch in Deutschland Geborene mitspielen und die regelmäßig an Hobby-Turnieren teilnimmt. Für dieses Projekt hat nun das InFö bei der Verleihung des Integrationspreises des Deutschen Fußballbundes den dritten Preis erhalten. Immerhin 5000 Euro für die Weiterfinanzierung des Projekts kommen dabei herum. Ob die engagierten Projektorganisatoren vom InFö sich darüber freuen oder lieber den ersten Preis erhalten hätten, das könnt Ihr heute ab 11 Uhr in der Gästestunde des Lokalmagazins erfahren. Dann sind sie nämlich live hier bei uns im Studio.

Gravitationswellen

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Nachrichten vom 15.02.2010

Die weiße Last

Jedes Jahr wünschen wir uns weiße Weihnachten und jeder von uns hat sich schon mehr als einmal darüber beschwert, dass es keine richtigen Jahreszeiten mehr gibt. Über einen zu milden Winter kann sich nun in diesem Jahr wirklich keiner beklagen: Seit Jahren hat Deutschland nicht mehr so viel Schnee gesehen. Was die Freude der Kinder mit ihren Schlitten ist, kann für den Autofahrer oder einen auf den Bus wartenden Pendler schon mal schwer an die Nerven gehen: Ein Problem mit diesem Winter, das in ganz Deutschland besteht, hat nun auch Tübingen erreicht: Die Salzvorräte gehen zur Neige. Noch etwa 300 Tonnen haben die Stadtbaubetriebe auf Lager, das reicht grade mal für drei weitere harte Wintertage. Wann Nachschub zu erwarten ist, weiß niemand so ganz genau. Die Salzpreise haben überall immens angezogen und viele Lieferungen bleiben aus. Aus diesem Grund werden nun in Tübingen nur noch Hauptstrecken gestreut, die Nebenstrassen bleiben außen vor. In Reutlingen, wo das bereits seit geraumer Zeit praktiziert wird, ist ein extremer Anstieg kleinerer Unfälle und Bagatellschäden zu verzeichnen. Bisher wurden aber keine Personen ernsthaft verletzt. Man kann nur hoffen, dass das auch in den kommenden Tagen, in denen weiterhin mit Schnee gerechnet werden muss, so bleibt. Solange können wir uns nur über einen teils anstrengenden, aber richtig schönen Winter freuen.

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Nachrichten vom 12.02.2010

Keine Gewalt

Mössingen hat jetzt ein Präventionskonzept gegen Gewalt. Kern des Konzepts ist ein Frühwarnsystem. Verschiedene Bausteine sollen informieren bevor Gewalt eskaliert. Das ließe ein rechtzeitiges Einschreiten zu. Das Organisationsschema beinhaltet so genannte Beobachter – Lehrer, Schüler Sozialarbeiter versuchen erkennbare Gefährdungen zunächst intern zu lösen. Die Koordinierungsstelle der Stadtverwaltung sammelt Informationen, die ein Lenkungsteam bewertet. Das Krisenteam ist für die besonders brenzligen Fälle. Es soll verhindern, dass Gewalt ausgeübt wird. Zwei Arbeitsgruppen kümmern sich um die präventive Vermittlung von Werten. Einmal im Jahr tagt die große Runde, die das Konzept fort schreibt. Der Mössinger Gemeinderat hat dafür 5.000 Euro bewilligt.

Streetworker in da house

Die Streetworker Barbara Bertelmann und Dirk Steurer des Vereins “Hilfe für Selbsthilfe” sind seit einer Woche in Tübingen. Sie helfen Jugendlichen, die von Ausgrenzung bedroht sind. Ihr Büro befindet sich im Eurapaplatz 25. Im Mittelpunkt stehen dort die Jugendlichen. Bei der ERöffnung rappten die Tübinger Hip-Hopper Black Flow, Edu MC und D-Ego. Öffnungszeiten der Büros, sind montags von 15:30 bis 18 Uhr und donnerstags von 16 bis 19 Uhr geöffnet.

Kein ract im bota

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Nachrichten vom 08.02.2010

Tübingen für Haiti

Im Wert von 21 000 Euro wurden letzte Woche Medikamente und medizinische Ausstattung nach Haiti geschickt. Zielort ist das Krankenhaus St. Antoine in Jeremie. Dort treffen täglich mehrere tausend Flüchtlinge aus Port-au-Prince in. Geliefert werden die Arzneimittel von dem deutschen Institut für ärztliche Mission. Zunächst wird die Lieferung in die dominikanische Republik eingeflogen und von dort mit Lastwägen weiter nach Port-au-Printe gebracht. Ab hier übernehmen Angehörige den Transport nach Jeremie.

Kick-Off für den arabischen Film

An diesem Mittwoch startete in Tübingen ein weiteres einwöchiges Filmfestival. Der Tübinger Verein Arabischer Studenten hat es mit wenig Geld, hohem Eigenrisiko und viel Enthusiasmus bereits zum zweiten Mal auf die Beine gestellt. Im Mittelpunkt stehen dieses Jahr kurdische Filme, deren Regisseure in jüngster Zeit einiges Aufsehen erregten. Soziale und politische Spannungen sind auch in allen anderen Filmen von Marokko bis zum Irak ein wichtiges Thema. Insgesamt 30 Filme werden in dieser Woche in den Kinos Arsenal und Museum gezeigt.

Naldo sagt Nein

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Nachrichten vom 05.02.2010

Mehr Professorinnen

Was die Frauenquote unter den Studierenden angeht, liegt die Tübinger Uni weit über dem Bundesdurchschnitt. 59% der Tübinger Studierenden sind weiblich, bei den Erstsemestern sind es gar 62%. Bei den Lehrenden sieht das ganz anders aus. In vielen Fächern liegt der Frauenanteil im Lehrstuhl nur bei rund 20% und grundsätzlich sei der Frauenanteil geringer, je höher die Qualifikation liege, so die Gleichstellungsbeauftragte der Eberhard-Karls-Universität, Schamma Schahadat. Nur rund 30% der berufenen Lehrstuhl-Professoren sind Frauen, obwohl genauso viel Frauen wie Männer promovieren. Durch das „Professorinnenprogramm“ wurden im Land Baden-Württemberg vier neue Lehrstühle für Frauen geschaffen. Weitere sollen in Tübingen nun folgen: Das Rektorat hat die Frauenförderung offiziell einem der zentralen Ziele gemacht.

Ökumenische Universität

Tübingen bewirbt sich zusammen mit Münster und Heidelberg um ein Ausbildungszentrum für muslimische Theologen. Das Zentrum soll mindestens drei Professuren besitzen. Neben Schriftauslegung und Glaubensgeschichte sollen auch Gebiete wie Religionspädagogik und -recht behandelt werden. Uni-Präsident Bernd Engler sieht einen Entscheidenden Vorteil in der Umgebung. So hält er eine mögliche Kooperation mit den beiden Theologischen Fakultäten für einen sinnvollen Austausch. Mit einer Entscheidung über den Standort ist im kommenden Sommersemester zu rechnen.

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Nachrichten vom 29.01.2010

Arbeitskampf in Reutlingen

Bis zu 130 Arbeitsplätze sollen bei Automotive Lightning in Reutlingen wegfallen oder an andere Standorte verlegt werden. Darüber hatten wir bereits berichtet. Der Arbeitskampf nimmt aber nun andere Dimensionen an: Rund 300 Metallarbeiter von Automotive versammelten sich am Dienstag morgen zu einer Kundgebung. Sie kündigten einen zumindesten zweitägigen Streik an, der aber bis heute andauert. „Wir werden kämpfen und uns gehört die Fabrik“ tönte es aus den Lautsprechern. Eskaliert war der Streik, weil den Streikenden die Rettung von 30 Arbeitsplätzen angeboten wurde. Sie aber kämpfen weiterhin für den Erhalt aller 130 gefährdeten Stellen.

Jugend für Café

Was wollen die Tübinger Jugendlichen? Eine Frage die sich der Jugendgemeinderat stellte. Um diese zu beantworten machten sie an den Schulen eine Umfrage. Das Ergebnis: Die Jugendlichen wünschen sich ein Jugendcafé, am besten in der Innenstadt. Außerdem bemängelten sie das zu geringe Angebot für Jugendliche in Tübingen. Die jungen Gemeinderäte wollen jetzt prüfen, wie sie die Chance erhöhen können, dass das Projekt finanziert wird. Vielleicht hat diese Umfrage auch die Stadt aufgerüttelt: viele der Befragten wünschten sich auch mehr Festivals wie das Ract!, dass ja dieses Jahr wohl ausfällt.

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Muss das Ract! im Geheimen stattfinden ?

Das beliebte Jugend-Politik-Festival Ract! muss in kommenden Sommer von seinem Veranstaltungsort im Anlagenpark weichen. Das hatte der Gemeinderat entschieden und damit dem WM-Park der Tübinger Gastronomen den Vorzug gegeben.

Wohin mit dem "Beschränkt! festival 2010" ?

Das ist mittlerweile soweit bekannt und hat auch hohe Wellen in Tübingen geschlagen. Denn ein von Jugendlichen organisiertes politisches Musikfestival zu streichen, um einer rein kommerziellen Veranstaltung wie Public Viewing den Vorzug zu geben, liegt vielen Tübingern schwer im Magen. Einer der Gründe für die Entscheidung des Gemeinderats war eine Erklärung von Boris Palmer, dass es für das Ract! vielfältige Ausweichmöglichkeiten wie den Festplatz oder den Alten Botanischen Garten gäbe. Der Festplatz hat sich mittlerweile als unmöglich herausgestellt, da dort nicht ausreichend Infrastruktur zur Verfügung gestellt werden kann und er auch für die fragliche Zeit bereits voll ausgebucht ist. Somit beschränken sich die „vielfältigen Möglichkeiten“ nun auf eine einzige: den alten botanischen Garten. Auch dort kann aber das Festival nun nicht, oder nur unter sehr beschränkten Bedingungen stattfinden. Und diese sind teilweise bizarr: Dass im sogenannten „Bota“ weniger Platz zur Verfügung steht, ist klar. So könnte statt der gewohnten drei Bühnen nur eine aufgestellt werden und auch für Besucher wäre erheblich weniger Platz. Das Ract! hat in den letzten Jahren bis zu 30.000 junge Besucher angelockt. Bernd Selbmann, der Leiter des Bau- und Vermögensamts forderte dazu eine Einzäunung des gesamten Parks inklusive einer Sperrzone, die nicht für das Festival genutzt werden dürfte. Somit würden wohl mindestens zwei Drittel der zu erwartenden Gäste abgewiesen werden müssen. Und die Lösung dafür ist der eigenartigste Vorschlag überhaupt: Um weniger Gäste anzulocken, dürften die Veranstalter das Festival nicht mit dem etablierten Namen „Ract“ bewerben, sondern müssten es umtaufen. Für die jugendlichen Veranstalter des Festivals ist das natürlich absolut keine Option, womit das Stattfinden wieder grundsätzlich gefährdet ist.

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Nachrichten vom 25.01.2010

Überlebenskampf

130 Arbeitsplätze hängen am seidenen Faden. Automotive Lightning (AL) steht kurz vor einem Einstieg in den Ausstieg. Die Produktion ist soweit zurück gegangen, dass sich die Preise einzelner Produkte fast verdreifacht haben. Dem könne man entgegenwirken, wenn die Produktion ins Ausland verlagert werden würde. Der Betriebsrat und die Gewerkschaft wehren sich dagegen mit einem Warnstreik am Dienstag und einer Urabstimmung am Donnerstag. Immerhin sollen in Reutlingen die Entwicklung, der Werkzeugbau, das technologische Kompetenzzentrum und die Zentralfunktionen bleiben. 720 minus 130, so könnte vielleicht bald das Ergebnis der Mitarbeiter des Konzerns lauten… Bleibt abzuwarten.

Hilfe für Haiti

An Dreikönig bebte in Haiti die Erde. Die Ärztin Anke Brügmann aus Wurmlingen war mit einem Jungen aus dem Waisenhaus auf dem Weg nach Port-au-Prince. Von dort wollte sie weiter nach Kuba, um den Jungen operiern zu lassen. Zu ihrem Glück kamen sie erst nach dem Erdbeben an. Für die Unterstützung der Opfer erbat die Ärztin 40 000 Dollar von dem Vereinskonto „Pwojé men kontre Haiti-Deutschland e.V.“. Den Verein gründete sie selbst im Jahre 2002. In Beaumont (150km westlich der Hauptstadt) baute sie mit Hilfe des Vereins ein Waisenhaus und eine Schule auf. Mit gemieteten Lastwägen wurden mittlerweile 300 Leute aus Port-au-Prince gebracht. Aber es gibt immer noch Verletzte und weder Essen noch Trinken. Die Internetadresse des Vereins ist www.menkontre.de Wer spenden möchte findet dort weitere Informationen.

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Nachrichten vom 22.1.2010

Kommt die Kunst zu kurz?

Paul Cézanne, Edgar Degas und Pablo Picasso zählten bereits zu den ausgestellten Werken in der Tübinger Kunsthalle auf der Wanne. Doch was ist aus dem städtischen Abteil geworden? Eine Stiftung die jährlich 465 000 Euro an Zuschüssen verschluckt und noch nicht einmal transparent genug ist, dem Steuerzahler gegenüber zu zeigen, was mit den Mitteln passert. Götz Adriani, der Leiter der Kunsthalle verneint die Nachfrage, ob das Geld zur Kapitalaufstockung verwendet wurde. Doch die AL-Gemeinderatsfraktion lässt nicht locker, es scheint, als würden mehr Staatsgelder in die Stiftung fließen als nötig seien und das wollen die Mitglieder ändern. Solange Adriani nicht offen genug über den Verbleib der städtischen Zuschüsse redet, drohen der Kunsthalle Kürzungen.

Filmtage unter neuer Regie

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Jan/10
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Nachrichten vom 18.01.10

Vorstand schließt aus

Der Vorstand der Filmtage Tübingen hat einstimmig den Ausschluss von drei Vereinsmitgliedern wegen anhaltend vereinsschädigenden Verhaltens“ beschlossen. Die Ausgeschlossenen können dagegen schriftlich Widerspruch einlegen. Sollten sie das tun, wird die nächste Mitgliederversammlung darüber entscheiden. Als Gründe für den Ausschluss wurde die Verletzung der Verschwiegenheitspflicht eines ehemaligen Vorstandsmitglieds genannt. Michael Gerner habe vertrauliche Informationen an Dritte weitergegeben. Die anderen beiden hätten den amtierenden Vorstand beim Staatsministerium des Subventionsbetrugs bezichtigt. Diese diffamierende Behauptung hätte den Vereinsinteressen schwer geschädigt. Der Ausschluss werde trotz Widerspruchsrecht mit sofortiger Wirkung vollzogen, so der Fimtagevorstand.

Künstlername gesucht

Das Gymnasium in Rottenburg mit dem kreativen Namen „Zweites Städtisches Gymnasium“ soll nun endlich einen richtigen Namen bekommen. Pünktlich zum Zehnjährigen Jubiläum soll durch ein Wettbewerb ein neuer Name das Schild der Schule schmücken. Jeder kann seinen Vorschlag anonym einreichen, um die maximale Chancengleichheit zu sichern und um Interessenkonflikten aus dem Weg zu gehen. Kein geographischer Name soll es sein. Aber einer mit historischer Wirksamkeit und breiter Anerkennung über die politischen Grenzen hinweg , der gleichzeitig einen Bezug zum neuen Kunst-Profil der Schule herstellt. Wer also hierfür einen spontanen Einfall hat, sollte seine Idee beim Hauptamt oder im noch ZSG einreichen.

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Jan/10
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Nachrichten vom 15.01.10

Meisterwahl Bürgerbau

Am 1. März muss der Gemeinderat Tübingen einen neuen Baubürgermeister wählen. Insgesamt 41 Kandidaten und Kandidatinnen haben sich laut der Stadtverwaltung dafür beworben, die Nachfolge von Baubürgermeisterin Ulla Schreiber anzutreten. Bekannt sind nur wenige der Kanidaten. Es ist allerdings mehr als ein Kandidat aus Tübingen dabei und es sind wohl mehr Männer als Frauen aufgestellt. In den nächsten Wochen wird der Gemeinderat mit der Vorauswahl beginnen. Der dritthöchste Posten in der Hierarchie der Stadtverwaltung wird auf fünf Jahre gewählt und bringt dem Inhaber ein Bruttogehalt von etwa 7500 Euro. Der neue Baubürgermeister wird wohl mit einem kleineren Budget für Sanierungen im Stadtbereich Tübingen auskommen müssen.

Bauboom macht Pause

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