20
Dez/09
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Mit Pauken und Trompeten in die Feiertage

Unter dem Motto “Ein Schritt zurück? Nein! Anlauf fürs neue Jahr!” zogen die Studierenden, die seit etwa sechs Wochen den Tübinger Kupferbau besetzt gehalten hatten, am vergangenen Donnerstag vorerst aus. Die Besetzer wurden diesmal nicht von Uni-Leitung und Polizeigewalt zum Auszug genötigt, sondern zogen freiwillig in die „Weihnachtsferien“.

 

Demo-Zug durch Tübingen (Bild: Thomas)

Besinnlich war der Auszug allerdings nicht. Nach einer studentischen Vollversammlung, dem Plenum zusammen mit Vetretern des Rektorats und einer Auszugsparty mit „Los Franco Neros“ am Mittwoch abend fand am Donnerstag im direkten Anschluss an den Auszug eine weitere Demo in Tübingen statt.
Die mehr als 300 Teilnehmenden zogen durch die Tübinger Innenstadt und machten noch einmal mit Transparenten und Sprechchören auf ihre Forderungen und den Notstand im deutschen Bildungssystem aufmerksam. Am Zinser-Dreieck entstand dann nochmal eine spontane Sitzblockade, die allerdings aufgrund der eisigen Kälte nur etwas mehr als eine Viertelstunde andauerte. Die Studierenden betonten, dass der Auszug alles andere als eine Kapitulation darstellen soll. Niemand solle glauben, dass wichtige Forderungen der Protestierenden seitens Uni oder Politik erfüllt worden seien. Vielmehr fahre die Politik eine Hinhaltetaktik, der die Massenmedien großteilig auf den Leim gingen.

veröffentlicht unter: Fotos, Nachrichten
12
Nov/09
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Kupferbau-Räumungsandrohung besteht weiter

Mit mehr 400 StudentInnen war der Hörsaal 25 im Kupferbau mehr als voll.

Mit mehr als 600 StudentInnen war der Hörsaal 25 voll belegt.

Am gestrigen Mittwoch Abend fand im Kupferbau das bisher bestbesuchte Plenum der BesetzerInnen statt. Anwesend war neben mehr als 600 Studierenden auch der Rektor der Uni Tübingen, Bernd Engler, mit einem kleinen Gefolge. Was die Räumung angeht wurde aber kein Ergebnis erzielt. Der Rektor besteht weiterhin auf sein Hausrecht und somit sind die BesetzerInnen immer noch von einer Räumung durch die Polizei bedroht.

Bis zu 700 StudentInnen der Uni Tübingen hatten sich im Kupferbau eingefunden, um mit Engler über die drohende Räumung des besetzten Hörsaals 25 zu verhandeln. Zu Beginn des Plenums überbrachte zuerst ein Gast aus Wien Grüße von der ersten der besetzten Universitäten. Der Audimax in Wien ist bereits seit dem 20. Oktober besetzt. Es wurden die bisher besetzten Unis aufgezählt und man nahm über Skype (eine Konferenzanwendung für das Internet) Kontakt zum Plenum an der neu besetzten Uni Basel in der Schweiz auf. Die Sprachqualität liess zu wünschen übrig, was aber der Stimmung im Saal keinen Abbruch tat. Inhaltlich wurde im Plenum über gesetzliche Neuregelungen für Lehramtsstudierende gesprochen, für die anderen AK’s blieb aufgrund des dringlichen Themas “Räumung” keine Zeit. Einen Großteil der Plenums-Protokolle der letzten Woche können Interessierte aber auch online nachlesen.