neues Pflegeheim
Der “Verein zur Hilfe für Cerebralgeschädigte” möchte das ehemalige Mössinger Forsthaus für betreute Wohngruppen. Menschen mit einer Schädel- Hirnverletzung sollen dort mit gezielter Betreuung ein selbstbestimmtes Leben führen können. Finanziell kann der Verein das Haus kaufen, für die Sanierung und den barrierefreien Ausbau braucht Ceres jedoch Unterstützung. Wenn der Kauf gelingen sollte, wird das Haus an eine eigens dafür gegründete GmbH vermietet. Die Miete soll monatlich 750€ betragen, der Pflegedienst wird wie bei der ambulanten Pflege von den Krankenkassen übernommen. Zusätzlich soll eine Tagesbegegnungsstätte entstehen.
Hilfe für Westafrika
Renate Gauger und Boukary Barry aus Kirchentellinsfurt befinden sich auf dem Weg nach Westafrika. Im Gepäck haben sie hunderte von Buntstiften und Kleidung für die Kinder von Béma. Boukary Barry hilft einem Verein, den er selbst gegründet hat. Songtaaba heißt der Verein,was in der Landessprache Mooré so viel wie „zusammen helfen“ bedeutet. Der Verein sammelt Geld für Schulbänke, Lehrerpulte und Lernmittel und seit neustem auch Buntstifte. Mit dem Geld, das ein Stiff in Burkina Faso kostet, kann ein Kind dort den ganzen Tag essen. Das erfreuliche Ergebnis: Bereits 52 geförderte Schüler haben den Grundschulabschluss bestanden. Es ist die erste Reisen, die Renate Gauger und Boukary Barry alsVertreter von Songtaaba unternehmen. Boukary Barry lebt seit sechs Jahren als Asylberechtigter in Deutschland, weil er in Burkina Faso politisch verfolgt wird. Er wird seine Lebensgefährtin Renate deshalb auch nur nach Ghana bis zur Grenze begleiten.
Können Roboter denken?
Der Doktorand Oliver Kroemer bringt Robotern das Denken bei. Den Preis für das beste Forschungsergebnis bekam Kroemer auf der Internationalen Konferenz für Informatik und Automatisierung in Portugal. Das ist eine der größten Tagungen in diesem Bereich. Die Auswahl basiert auf die Originalität, Qualität und der Relevanz für die zukünftige Forschung. Der 23-jährige Wissenschaftler arbeitet im Tübinger Max-Planck-Institut, im Lern-Labor von Jan Peters. Dort bringt er den Robotern das Hand-Augen-System bei, damit sie Objekte fehlerfrei greifen können. In seiner Arbeit entwickelt er Techniken, damit die Maschine die programmierten und gelernten Bewegungen in der jeweiligen Situation anwenden zu kann.
Keimfreie Klinik
Nachdem drei Babys in der Uniklinik in Mainz gestorben sind, wurde eine Diskussion über Hygienestandards in Krankenhäusern. Am Uni-Klinikum Tübingen kümmern sich momentan ein ärztlicher Mitarbeiter und drei Hygiene-Fachkräfte um die Sauberkeit am Krankenbett. In der Tübinger Berufsgenossenschafliche Unfallklinik kümmern sich ein Oberarzt und eine Fachkraft um die Klinik-Hygiene. Wie am Unikliniken gibt es auch hier einen Hygieneplan. Ärzte erzählen, dass viele Menschen Darmbakterien tragen, ohne krank zu werden. Bei Patienten mit geschwächter Immunabwehr kann es aber zu schweren Infektionen bis hin zum Tod führen. Das gegen die meisten Antibiotika resistente Bakterium wird durch Hautkontakt übertragen. Daher starteten die Tübinger Kliniken bereits seit über einem Jahr eine Kampagne für regelmäßige Handdesinfektion. Am Uni-Klinikum werden zudem alle Risiko-Patienten auf Antibiotika-resistente Bakterien untersucht und zumindest so lange isoliert, bis das Ergebnis fest steht. Die Niederlande dienen als Vorzeigebeispiel, wo die Anzahl der Infektionen nahe Null liegt. Dort wird jeder neue Patient auf Bakterien untersucht.
Skaterwünsche
Durch den Bau der neuen Stadthalle in Reutlingen muss der Skaterplatz am ZOB abgerissen werden.Im geplanten Bürgerpark hinter dem Baugelände soll eine neue Skate-Anlage entstehen. Bei der Gestaltung dieser dürfen die Fahrer und der Jugendgemeinderat ein Wörtchen mitreden. Viele wünschen sich eine neue Quater-Ramp, die mit Werbegeldern der bisher noch freien Plakatflächen rund um die Baustelle am ZOB finanziert werden könnte. Die Kosten für diese liegen bei 11 tausend Euro.Im Moment ist die alte Skate-Anlage, die wegen ihrer Zentrumsnähe sehr geschätzt wird vollkommen umzäunt. Die Fahrer beklagen sich wegen dieser Isolation. Es fehle der Anreiz ein vorbeikommendes Publikum mit waghalsigen Sprüngen zu beeindrucken.
Elternzeit
Der Tübinger OB Palmer geht als einer der ersten Bürgermeister überhaupt für zwei Monate in Elternzeit. Bis Ende Oktober vertritt ihn der Erste Bürgermeister Lucke. Wichtige Entscheidungen wie das große Sparpaket stehen erst nach Palmers Rückkehr an. Einige Aufsichtsratstermine wurden extra verschoben. Das Regierungspräsidium hat jedenfalls sein ok gegeben. Palmer wird die Elternzeit bei Frau und Kind in Brüssel verbringen.
Faire Plakataktion
Die Fairtrade-Stadt Rottenburg beteiligt sich an einer bundesweiten Plakataktion, die für gerechten Handel wirbt. Auf den Plakatwänden sind Fotos zahlreicher Prominenter. Fairtrade ist eine Strategie zur Armutsbekämpfung. Durch gerechtere Handelsbeziehungen soll sich die Situation der Produzenten verbessern. Zertifizierte Produkte tragen das blaugrüne Fairtrade-Siegel. Mit der Plakataktion bereiten die lokale Agenda 21 und der Weltladen ihre Faire Woche im September vor. Rottenburg war die erste Fairtrade-Stadt in Baden-Württemberg.
Sparmaßnahmen sogar bei Verwaltung
Das Sparpaket der Stadt Tübingen ist 6,6 Millionen Euro schwer. Auch in der Stadtverwaltung müssen einige Abstriche gemacht werden. Es gibt keine Entlassungen jedoch werden Stellen von Mitarbeitern, die in den Ruhestand gehen nicht wieder neu besetzt. Insgesamt können 2,4 Millionen Euro in der Stadtverwaltung und den Eigenbetrieben, wie Kläranlage, Stadtbau und der Müllabfuhr gespart werden. Für die Arbeitnehmer bedeutet das Arbeitsverdichtung und mehr Stress. Die Bürger müssen sich darauf einstellen, dass die Dienstleistungen der Stadt nicht in gewohnter Geschwindigkeit erledigt werden können.
Seltener Schmetterling schützenswert
Der deutsche Naturschutzbund Nabu ist auf dem Kreuzzug für das Bergkronwicken-Widderchen. Dieser Schmetterling gehört zu den gefährdeten Arten. Die Falter dieser Art sind in Talheim zuhause und dort vor allem in lichten Teilen der Wälder zu finden. An dem Schutzprojekt sind auch das Land und der Kreis beteiligt. Es soll versucht werden, die Lebensbedingungen für die Schmetterlinge zu verbessern. Ein Teil davon sind Auflichtungsarbeiten in Talheim, vor allem in der Wolfsgrube. Damit soll ein großzügigerer Lebensraum für die Falter geschaffen werden. Von den Aktionen profitieren laut Nabu auch das stark gefährdete Elegans-Widderchen und der Berglaubsänger, eine bedrohte Vogelart.
Mostkellerei pflegt Streuobstwiesen
Der allgemeine Schwund von Obstbaumbeständen macht den Obstbauern der Region immer mehr Sorgen. Besonders die Anzahl von Birnbäumen in der Regionen verringert sich von Jahr zu Jahr. Die Dettinger Rosstriebkellerei versucht nun, in einem pragmatischen und effizienten Ansatz die Streuobstwiesen der Region zu erhalten. “Schützen durch Nützen” heißt die Devise, bei der die Kelterei den Obstbauern für die alten, traditionellen Obstsorten des Ermstals bis zum dreifachen Preis zahlt. Das tut den Wiesen gut und auch dem Produkt der Kelterei: Sie keltert aus dem Traditionsobst einen hochwertigen Fruchtperlwein. Das Projekt läuft gut: Schon fünf verschiedene Sorten bietet die Getränkemanufaktur inzwischen an. Mehr erfahren kann der interessierte Obstschützer oder Perlweinliebhaber unter www.rosstriebkellerei.de.
Experimente mit Elementen
Ein Mössinger Ferienprogramm für Kinder zeigt und beweist verblüffende Zusammenhänge. Naturwissenschaft wurde anschaulich und leicht erklärt, mit den Elementen wurde experimentiert. Geleitet wurde das Ferienprogramm im Mössinger Jugendhaus von Helga Hertkorn. Sie ist Diplom- Biologin und ehemalige Waldorf-Lehrerin. Mit den Kindern bewies sie, warum Knete auf dem Wasser schwimmt, eine Kerzenflamme erstickt wenn kein sauerstoff vorhanden ist und vieles mehr.


Aufruf zur Antikriegsdemonstration zum Qudstag
am Samstag, den 4. September 2010
Treffpunkt: 14.30 Uhr am Adenauerplatz
Wegstrecke ab 15.00 Uhr: über Kudamm, Joachimstaler Strasse, Kantstrasse bis Savigny-Platz (Abschlusskundgebung)
Der Weltkrieg ist voll im Gange, was nun?
den neuen Teil des dritten Weltkrieges gegen den Iran verhindern und die laufenden Teilkriege beenden!
Terror und Gewalt stoppen, Vertrauen und Frieden verbreiten!
Hass und Feindschaft bekämpfen, Vernunft sprechen lassen!
Die kriegstreibenden Politiker/innen abwählen. Die Demokratie retten!
Vor allem Millionen Menschenleben retten!
Die Antikriegsdemonstration am Qudstag ist der Marsch für den Frieden. Die „Herren der Welt“ suchen anscheinend, nach alten Rezepten aus denm 20. Jahrhundert, den Ausweg aus der selbstverschuldeten Krise in dem Krieg. Die Vernunft sagt uns, dass die Wirtschaft dem Wohlstand und das Militär der Sicherheit für die Menschen dienen soll. Aber wenige tausend unter uns 6,5 Miliarden Menschen verfügen unberechtigter Weise über den größten Teil der materiellen Macht.
Seien es Politiker, Staatsmänner u. Staatsfrauen oder die Mächtigen der Wirtschaft. Sie scheinen fest entschlossen, schrittweise einen dritten Weltkrieg mit Millionen von Toten und weiteren verheerenden Folgen zu führen.
Ein Krieg, der schon 2001 begann und ettapenweise fortgeführt wird. Afghanistan, Irak, Libanon, Palästina, Pakistan, Jemen, Sudan und nun Iran.
Was für ein Zufall, dass alle Teilkriege vom Westen, also von den „freiheitlich demokratischen“ Staaten und ihrem Vorposten in der islamischen Welt, nämlich von Israel, ausgehen. Wiederum rein zufällig wird Krieg gegen die islamischen Länder geführt! Sind wir schon bei der Inszinierung der „Clash of civilizations“?
Oder befinden wir uns bereits mitten in den neuen, modernen Kreuzzügen? Dabei ist eins sicher: der erste Verlierer des dritten Weltkrieges ist die Demokratie, die dem blutigen Wahnsinn der Mächtigen geopfert wird.
Wir dürfen unser eigenes Schicksal und das der gesamten Menschheit nicht den bösen Kriegstreibern überlassen!
Aus diesem Grunde appelieren wir an alle Buergerinnen, sofern sie noch bei gesundem Menschenverstand sind und nicht von den Medien verzaubert wurden,
an der diesjährigen Qudsdemonstrationen in Berlin teilzunehmen.