Nachrichten vom 23.08.

Buchpreis in Sicht

Der Tübinger Autor Joachim Zelter ist für den Deutschen Buchpreis nominiert. Sein Roman „Der Ministerpräsiden“ ist einer von 20 Titeln auf der so genannten Longlist. Zelters Bücher erscheinen beim Tübinger Verlag Klöpfer & Mayer. Für den Verlag ist das Erreichen der Vorrunde ein Riesenerfolg. Der Deutsche Buchpreis wird am 4. Oktober vom Börsenverein des deutschen Buchhandels verliehen.

Neue Parkplätze

Gegenüber der Stadtbücherei, in der Nonnengasse stehen 22 neue Fahrradbügel. Das sind 44 Abstellplätze für umweltbewusste Leseratten und Einkäufer in der Innenatadt. Bisher hatten Eltern mit Kinderwägen und Rollstuhlfahrer schwierigkeiten in die Bücherei zu gelangen, da der Eingangsbereich mit Fahrrädern zugestellt war. Für die neuen Parkplätze erteilte Oberbürgermeister Palmer vor wenigen Wochen den Auftrag. Mit den neuen Bügeln sind es rund 600 Radparkplätze in der Altstadt.

Bonus für Kinder

Die Kindercard in Tübingen ist ein Modell zur Verringerung der Kinderarmut und zur Stärkung der Entwicklungschancen für Kinder aus einkommensarmen Familie. Mit der Kindercard bekommen die Kinder Ermäßigungen und Gutscheine im Bereich Bildung, Sport und Kultur. So gibt es beispielsweise Zuschüsse für Studienfahrten oder für das Mittagessen in Schulen und Kindergärten. Hinzu kommt ein jetzt stark erweitertes Bonus-Angebot für Kinder und Jugendliche bis zum 18 Lebensjahr. Viele Vereine, wie die TSG in der Nordstadt, der TSV in Lustnau oder auch der Schützenverein in Derendingen bieten freie Mitlgiedschaften für Inhaber der Tübinger Kindercard an. Der Kinderschutzbund gibt kostenlos Kleider und Spielzeug ab und die Tübinger Tafel reicht den Lebensmittelbedarf für bedürftige Kinder und Jugendliche gratis über den Tresen. Am ersten Oktober beginnt die Stadtverwaltung mit der Ausstellung der Kindercard. Bis dahin präsentiert die Stadt ihre Angebotspalette im Internet.

Baustellen ohne Ende

Wer rastet, der rostet. Diese alte Weisheit scheinen sich vor allem die Tübinger Bauunternehmer und der Gemeinderat unter OB Palmer zu Herzen genommen zu haben: Beim Bauen in Tübingen gibt es keine Sommerpause. Bushaltestellen und Wartehallen an den Klinken und am Hauptbahnhof werden in den nächsten Wochen umgebaut. In Hirschau wird die Industristraße gesperrt. Von Dußlingen und dem B27-Tunnel gar nicht zu reden. Und auch in der Innenstadt geht es rund: Im Mühlenviertel werden Plätze und das Kinderhaus erneuert. An mehreren Stellen, so auch in der Bursagasse werden Gas- und Wasserleitungen erneuert. Und auch der Umbau der Mühlstraße nimmt kein Ende: Im Bereich Lustnauer Tor wird der Fahrbahnrand angepasst. Einige der Innenstadtbaustellen sollen bis zum Ende der Sommerferien abgeschlossen sein. Doch die Planungen für den Herbst sind bereits abgeschlossen und das Schaufeln, Bohren und Hämmern geht weiter in Tübingen und im Kreis.

Waldklima

In den Wäldern der Region sieht man immer mehr kranke und mitgenommene Bäume. In den letzten Jahren waren sie diversen schädigenden Faktoren ausgesetzt. Vor allem steigende Temperaturen in den Sommermonaten und rasant wechselnde Witterungsbedingungen haben heimischen und vor allem fremdländischen Baumarten viel abverlangt. Vor 200 Jahren wurden viele Kahlflächen mit Baumsorten bepflanzt, die hiesiges Klima nicht gewohnt sind. Doch es sieht noch nicht ganz so düster aus, vor allem im Landkreis Tübingen. Es wird auf großflächige Monokulturen verzichtet und die Waldflächen werden mit Mischbeständen bepflanzt. Dies ermöglicht eine bessere Ausnutzung der Flächen. Gleichzeitig ist es möglich, auf besondere Bedürfnisse der verschiedenen Baumarten einzugehen.

Jeder kann helfen

Der Katastrophenmediziner Professor Bernd Domres ist nach einem zweiwöchigen Einsatz zurück aus Pakistan. Das dreiköpfige Team hatte sein Behandlungszimmer in einer Schule im Norden nahe der Stadt Peshawar. Sie behandelten Flutopfer, die unter Atemwegserkrankungen, Durchfall oder Hauterkrankungen litten. Die Zustände seien nach wie vor katastrophal und es drohen Seuchen. Hilfe ist unbedingt notwendig, die Leute brauchen dringend Verpflegung, Wasser und Hygieneartikel. Spenden für Hilfsorganisationen helfen das Leid zu lindern.

Schüler helfen Afrika

In der Realschule Ergenzingen zeigen die Schüler ihren Eltern, was sie neben dem Lernstoff für die Klassenarbeiten gelernt haben. Auf der “Bunten Bühne” der Schule singen, tanzen und spielen die Kinder für einen guten Zweck. So lernen die Kinder auch, Verantwortung zu übernehmen. Dieses Jahr kamen rund 820 Euro durch den Verkauf von Speisen und Getränken zusammen, die die Eltern und Lehrer gestiftet hatten. Das Geld kommt dem Projekt „Mwangaza Africa International“ zugute. Es handelt sich um ein christliches Kinderheim mit Schule in Eldoret in Kenia. Hier werden Getreide, Gemüse, Mais und Tomaten für den Eigenbedarf angebaut. Das Kinderheim hat auch einen Kuhstall gebaut. Mit dem Geld soll jetzt eine Milchkuh gekauft werden.

Wikipedia für Tübingen

Neben der jedem Internetnutzer bekannten Online-Enzyklopädie gibt es im Internet noch viele andere, kleinere Wikis. So heißen die Informationsseiten, auf denen jeder Benutzer ohne vorherige Registrierung Informationen sammeln, präsentieren und verändern kann. Auch für die Stadt Tübingen gibt es seit dreieinhalb Jahren ein Stadtwiki: Unter tuepedia.de können Interessierte in knapp 1400 Artikeln viel Wissenswertes über die Stadt erfahren und rund 850 Bilder ansehen. Man kann einfach stöbern, sich die neuesten Artikel und Änderungen anzeigen lassen oder auch einen Rundgang durch 900 Jahre Tübinger Geschichte wagen. Mitmachen kann jeder einfach online. Wer noch Berührungsängste hat, sich aber für die Mitarbeit bei Tüpedia interessiert, kann am heutigen Montag, dem 23. August, zu einem Treffen der Stadtwikinger kommen. So nennen sich die Macher des Tübinger Wikis. Das Treffen findet um 19 Uhr in der Loretto-Gaststätte in der Katharinenstraße 22 statt.

Kunst 2010

Am vergangenen Donnerstagnachmittag Stellten 4 Künstlerinnen und Künstler aus der Ausstellungsreihe Kunst 2010 ihre Werke vor. Zu betrachten sind die ausgewählten Stücke in der Tübinger Kulturhalle. Neuinterpretiertes Schleifpapier und die Frage nach der Absicht einer Katze waren genauso Thema, wie Pappmaschesituationen und Öl-Gemälde, die zum längeren hin sehen bewegen. Die Ausstellungsreihe läuft noch bis zum bis 12. September. Wahlweise anzusehen in der Kulturhalle oder der Kunsthalle. Es werden jeden Donnerstagnachmittag 4 weitere Künstler ihre Werke vorstellen.