Hilfe für Pakistan
Der Tübinger Mediziner Professor Bernd Domres ist seit letzter Woche mit seinem Team im Norden Pakistans. Die drei Katastrophenmediziner leisten medizinische Erstversorgung der Flutopfer. Sie können 3000 Kranke und Verletzte für zwei Wochen mit Medikamenten versorgen. Viele Menschen leiden an Durchfalls- und Atemwegserkrankungen. Die Infektionsgefahr ist im Katastrophengebiet sehr groß. Das Tübinger Team ist unterwegs im Auftrag der Hilfsorganisation Humedica. Ab 11 Uhr wird heute ein vertreter von Humedica bei uns im Studio sein und wir versuchen dann auch eine Liveschaltung zu Professor Domres nach Pakistan.
Millionen für Forschung
Das Bernstein Zentrum erhielt 8 Millionen Euro Forschungsgelder vom Bund.Mit den Geldern wird “das Sehen” und “das Erkennen” untersucht.Das Team arbeitet an dem Institut für Theoretische Physik der Uni Tübingen und am Max Planck Institut für Biologische Kybernetik.In einer Pressemitteilung wird ein das Beispiel eines Handys gegeben, das unter einer Zeitung hervorlugt. Das Gehirn verrechnet die von den Augen gelieferte Sinnesinformation mit Erfahrungswerten und kann somit die fehlende Information problemlos ergänzen.Es wird das komplexe Zusammenspiel vieler Zellen im Gehirn untersucht.Wenn die Forscher die Arbeit des Gehirns verstehen, könnten daraus klinische und technologische Anwendungen entstehen, wie etwa beim technologischen Sehen oder die Entwicklung neuronaler Sinnesprothesen.
Bandscheibe aus Titan
Alfred Bucks Firma stellt Dämpfungselemente für die Autoindustrie her. Als sein Sohn einen schweren Bandscheibenvorfall hatte, nahm der Bondorfer Mechanikermeister sich ein Anatomiebuch vor, zeichnete die abgebildete Bandscheibe ab und begann zu tüfteln. Das Ergebnis ist ein Bandscheibenkern aus Titangeflecht, der die Eigenschaften einer gesunden Bandscheibe besitzt – das konnte die erste Testreihe bestätigen. Der eurogroße Titankern durchläuft gerade die zweite Testphase zur verbesserten Haltbarkeit. In spätestens zwei Jahren soll möglich sein, ihn durch einen Minimaleingriff in verschlissene Bandscheiben einzupflanzen.
Klimapiraten im Einsatz
Am vergangenen Samstag kaperte eine Gruppe von Klimapiraten den Tübinger Marktplatz. Die kreative Protestform richtete sich gegen die Beteiligung der Stadtwerke Tübingen am Bau des Kohlekraftwerks in Brunsbüttel. Dieses klimafeindliche Engagement sei unvereinbar mit der Kampagne Tübingen macht blau. Darum hatten die Demonstranten eine riesige blaue Welle aus Stoff dabei, mit der sie die Kraftwerke einfach wegspülten. Kohlekraftwerke haben einen niedrigen Wirkungsgrad und verursachen viele CO2-Emissionen. Sie sind frühestens nach 40 Jahren Laufzeit rentabel und verhindern die Einführung klimafreundlicher und erneuerbarer Energien.
Islamische Theologie
Die Uni Tübingen soll islamische Theologen ausbilden. Nach der Ankündung für eine Gründung islamwissenschaftlicher Institute, zeigten mehrere Hochschulen interesse. Als Favorit gilt da die Tübinger Universität. Rektor Bernd Engler hatte bereits vor mehreren Jahren ein Konzept für wissenschaftliche Aufarbeitung islamischer Religionen erarbeitet. Es basiert auf die bestehenden Instituten für Theologie, Orientalistik und interreligiösen Dialog. Dafür sprachen sich vier muslimische Verbände in einem Brief an die Landesregierung. Sie wiesen darauf hin, das die Tübinger Uni bereits Islamwissenschaften anbietet. Ende Juli wurden die Konzepte der Hochschulen einer Expertenkommission vorgestellt. Entschieden wird frühestens Mitte August.
Ehrenamtlich bis ins hohe Alter
Der Freiwilligendienst aller Generationen heißt im Landkreis Tübingen „Best“. Er läuft seit 2009 und soll eine Datenbank aufbauen, die Vereinen und Organisationen bei der Suche nach Ehrenamtlichen hilft. Dafür gibt es satte 50 000 Euro Bundesmittel pro Jahr. Die Vermittlung von Ehrenamtlichen über Best läuft allerdings eher schleppend. Der Haken ist die vertragliche Verpflichtung zu acht Stunden Ehrenamt pro Woche, und das für ein halbes Jahr. Dafür hat der Landkreis die Stelle eines Koordinators für Seniorenarbeit und bürgerschaftliches Engagement geschaffen. Dessen Engagement richtete sich auf die statistische Auswertung eines Fragebogens für Vereine und Organisationen. Das Ergebnis brachte zutage, dass im Kreis bereits fast 15.000 Menschen ehrenamtlich aktiv sind.
Mehr Platz zum Spielen
In der Reutlinger Altstadt ist auf dem Rathausplatz ein Sommerspielplatz aufgebaut worden. Der Spielplatz soll den Tourismus ankurbeln und für die Reutlinger Kinder ein Ort zum Vergnügen sein während die Eltern einkaufen. Thema des Spielplatzes ist eine Baustelle. Es gibt unter anderem einen Bagger, eine Schiffchenbahn, ein Plantschbecken, und einen Sandkasten mit kleinen versteckten Edelsteinen. Der Spielplatz ist während der Ferien für alle Kinder bis zwölf Jahren täglich bis auf Sonntag von 13 bis 18 Uhr geöffnet. Pro Kind und Tag kostet der Eintritt einen Euro.
Pflegenester für die Kleinen
Das Bundesverfassungsgericht hat entschieden, dass es ab 2013 für alle Kleinkinder einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz geben soll. Die Stadt Reutlingen arbeitet mit verschiedenen Intuitionen zusammen, um diese Vorgabe erfüllen zu können. Sie hat zusammen mit dem Verein Tagesmütter nun ein neues Konzept vorgestellt. Zum einen erhalten künftig Tagesmütter für die Betreuung von Kindern am Abend und am Wochenende einen Zuschuss von einem Euro pro Stunde für jedes Kind. Zum anderen sollten ab Oktober in den Wohnungen der Tagesmütter bezuschusste „Pflegenester“ mit je fünf Kleinkindern eingerichtet werden. Zum dritten gibt es einen Zuschuss für die Betreuung von Kleinkindern unter drei Jahren. Mit diesen freiwilligen Leistungen sollen neue Pflegekräfte gewonnen werden. Außerdem erhofft sich die Stadt, dass mehr Eltern die Kindertagespflege annehmen.
Rohrgeflecht
Jenny Winter-Stojanovic hat ein Muskeltraining besonderer Art betrieben: Sie hat Muskelkater von der Rohr-Installation, die sie im Gewölbekeller der Osiander´schen Buchhandlung in Reutlingen erstellt hat. Die Fair-Energie und ein örtlicher Baumarkt stellten der Künstlerin Gas- und Wasserrohre zur Verfügung. Das Rohr-Flechtwerk ist für sie ein Sinnbild der menschlichen Netzwerke. Im zweiten Raum des Gewölbekellers sind leuchtende Skulpturen von ihr zu sehen. Bis zum 21. August kann man die Ausstellung zu den Öffnungszeiten der Buchhandlung noch besuchen.
Tübinger Werkschau
Bis zum 12.September bietet die Stadt Tübingen Künstlern, die sich Tübingen verbunden fühlen, die Möglichkeit im Stadtmuseum und in der Kunsthalle auszustellen.Eine Jury hat die eingereichten Exponate gesichtet und sich für 125 Werke von über 70 verschiedenen Künstlern entschieden.Maler, Grafiker, Bildhauer, Foto- und Objektkünstler haben sich beworben.Die Objekte kann zu einem von den Machern selbst genannten Preis erwerben. Ein Paar der Teilnehmer bekommen die Möglichkeit ihre Werke persönlich einem Publikum Vorzustellen.Hierfür sind Termine an Donnerstag-nachmittagen angesetzt.

