Nachrichten vom 12.02.2010

Keine Gewalt

Mössingen hat jetzt ein Präventionskonzept gegen Gewalt. Kern des Konzepts ist ein Frühwarnsystem. Verschiedene Bausteine sollen informieren bevor Gewalt eskaliert. Das ließe ein rechtzeitiges Einschreiten zu. Das Organisationsschema beinhaltet so genannte Beobachter – Lehrer, Schüler Sozialarbeiter versuchen erkennbare Gefährdungen zunächst intern zu lösen. Die Koordinierungsstelle der Stadtverwaltung sammelt Informationen, die ein Lenkungsteam bewertet. Das Krisenteam ist für die besonders brenzligen Fälle. Es soll verhindern, dass Gewalt ausgeübt wird. Zwei Arbeitsgruppen kümmern sich um die präventive Vermittlung von Werten. Einmal im Jahr tagt die große Runde, die das Konzept fort schreibt. Der Mössinger Gemeinderat hat dafür 5.000 Euro bewilligt.

Streetworker in da house

Die Streetworker Barbara Bertelmann und Dirk Steurer des Vereins “Hilfe für Selbsthilfe” sind seit einer Woche in Tübingen. Sie helfen Jugendlichen, die von Ausgrenzung bedroht sind. Ihr Büro befindet sich im Eurapaplatz 25. Im Mittelpunkt stehen dort die Jugendlichen. Bei der ERöffnung rappten die Tübinger Hip-Hopper Black Flow, Edu MC und D-Ego. Öffnungszeiten der Büros, sind montags von 15:30 bis 18 Uhr und donnerstags von 16 bis 19 Uhr geöffnet.

Kein ract im bota

Im alten botanischen Garten wird das Ract-Festival defenitiv nicht stattfinden können. Die Auflagen vom Ordnungsamt sind zu hoch. Dafür wird der Schiebeparkplatz bzw der Parkplatz der alten Chemie als Festivalgelände verwendet, sowie ein Teil der Wilhelmstraße.

Rappen für Lilli

Neun Bands kamen in die letzte Runde des Lilli-Zapf-Preises im LTT. Die Sieger heißen Reimreich. Die Hip-Hop-Formation besteht aus Martin Labacher und Florian Nädele. Beide kommen aus Gomaringen und besuchen das Gymansium. Toleranz und Respekt sind die Themen des Lilli-Zapf-Preises und diese haben die beiden mit ihrem Auftritt und den Texten erfüllt.

Baustelle Klinikum

140 bis 150 neue Mitarbeiter, darunter 60 Wissenschaftler, 50 Doktoranden und etwa 30 technische Mitarbeiter sollen zukünftig auf dem Schnarrenberg auf 2570 Quadratmetern zusammen die Demenz-Forschung betreiben. Die Stellenausschreibung hat bereits begonnen und bis das neue Gebäude 2014 fertiggestellt werden soll, wird in vorerst angemieteten Räumen geforscht. Finanziert wird das neue Forschungszentrum durch 7,5 Millionen Euro Eigenmittel der Universität und des Klinikums, weitere 7 Millionen Euro kommen vom Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen und 1,75 Millionen als Ersteinrichtungsmittel vom Ministerium für Wissenschaft und Kunst. “Das Geld und die Genehmigung seien da, man könne morgen loslegen.” sagte Baubürgermeisterin Ulla Schreiber.

Neue Strukturen

Die Klinik in Reutlingen soll umstrukturiert werden. Das Problem ist: Medizinisch ausgebildetete Fachkräfte arbeiten in der Essensversorgung und Ärzte müssen viel bürokratisches erledigen. Das Ziel soll nun sein, dass neue Servicekräfte Serviceaufgaben übernehmen, das medizinische Personal soll wieder die gelernten Aufgaben übernehmen. So können Personalkosten gespart werden und die Versorgung für Patienten kann optimiert werden. Um auch die Angestellten die Umstrukturierung zu involvieren, sollen regelmäßig Gespräche mit ihnen geführt werden.

Ihre Stimme ist gefragt

“Wir brauchen die Bürgerinitiative vorher, nicht hinterher wenn alles gelaufen ist.” so heisst es. Im Sommer soll ein Workshop stattfinden, in den sich jeder Bürger miteinbringen kann. Es geht um das Gelände am Güterbahnhof. Kaum hatte die Bahn das Gebiet freigegeben landete auch schon der Antrag auf Gleisrückbau beim Eisenbahnbundesamt auf dem Tisch. Inzwischen sind auch schon Bahn-Experten damit beschäftigt, sich einen möglichst genauen Überblick über Zeit und Kosten zu verschaffen. Das Gebiet soll ein “Mischmasch” aus Gewerbefläche und Wohnfläche werden. Einen Kilometer lang und etwa 100 Meter breit ist der Streifen der vom Schutzgebiet des Au-Brunnens bis zur Blauen Brücke reicht. Mit dem Workshop soll eine höhere Akzeptanz der Bürger erreicht werden. Gebaut soll allerding von den Eigentümern, der Bahn und Ex-Bahntochter Aurelis werden, die Stadt habe momentan nicht die Kapazitäten und auch nicht die nötigen finanziellen Mittel. Doch wie das Projekt genau aussehen wird liegt noch im Dunkeln.

Utopia Egeria

2010 sollen die Abbruch arbeiten beginnen – und dann wird einer der beiden Siegerentwürfe umgesetzt. Auf dem alten Egeria-Gelände soll ein neues Vorzeige-Viertel entstehen. Die Entwürfe des Architekten-Wettbewerbs sind derzeit in der Shedhalle zu sehen. Von 56 wurden sieben prämiert. Die beiden erstplatzierten Entwürfe werden nun vier Wochen lang nachgebessert, dann entscheidet das Preisgericht, letztendlich aber der Gemeinderat darüber, was letztendlich verwirklicht wird.

Ranzen voll

Die erste Tübinger Vesperkirche war ein größerer Erfolg, als es Diakoniepfarrer Christoph Cless und Projektleiter Peter Heilemann erwartet hätten. 120 Essen am Tag waren anvisiert, doch die Besucherzahl in den vergangenen drei Wochen stieg stetig – von hundert auf knapp dreihundert, in den letzten Tagen waren es sogar bis zu vierhundert Gäste. 250 Helfer ließen sich begeistern, mit an zu packen – teilweise beim Besuch der Vesperkirche. Viele von ihnen werden wohl in ähnlichen ehrenamtlichen Tätigkeiten weitermachen, vermutet Christoph Cless. Auch Spendengelder flossen so reichlich, daß bereits ein Polster für die Vesperkirche im nächsten Jahr vorhanden ist.

Aliens übernehmen Tübingen

Abgesandte der Milchstraße besuchen am heutigen Freitag um 19 Uhr die Mensa Morgenstelle. Der interstellare Geist kommt mit dem Abkömmling einer Dinosaurierkultur, dem Weltraumgeist und der Schneeflocke Nix Nicis. Sie wollen überprüfen, welche Fortschritte die Astronomie auf der Erde gemacht hat. Astrophysiker stehen ihnen Rede und Antwort und berichten von der Astronomie mit Gravitationswellen. Ein neuer Zweig der Wissenschaft vom Universum. Das Ganze ist Teil des Nürnberger Wissenschaftstheater.