Dez/090
Klientelpolitik (G)astronomischen Ausmaßes
Offener Brief der Ract! – VeranstalterInnen an Gemeinderat und OB
Der Gemeinderat hat entschieden: Der Park am Anlagensee ist jetzt reserviert fürs Public Viewing zur Weltmeisterschaft im Juni 2010. Weichen muss dafür das Ract! festival. Im Ringen um den Anlagenpark fand der WM-Park der Tübinger Gastronomen mehr Stimmen als das Jugendfestival mit politischem Anspruch. Gegensätze prallen aufeinander. Vier Wochen Gastro-Event mit nationalfahnenschwingenden Menschenmassen gegen drei Tage Workshops und Konzerte. Ehrenamtliches Jugendengagement gegen kommerzielle Interessen alteingesessener Gastronomen. Das Votum für den WM-Park könnte das Aus für eines der größten kostenlosen Jugendfestivals bedeuten. Ob das Ract! festival an einem anderen Ort oder zu einem anderen Termin stattfinden kann, ist mehr als fraglich. Der alte Botanische Garten ist im Gespräch, doch der zuständige Leiter des Bau- und Vermögensamtes lehnt das ab. Auf dem Festplatz scheint es ebenfalls unmöglich. Damit opfert die Stadt womöglich eines der beliebtesten Jugendfestivals in Süddeutschland zu Gunsten der fußballglotzenden, grölenden Horden. Die Veranstalter des Ract! festivals haben sich nun in einem offenen Brief an die politisch Verantwortlichen gewandt, den wir hier im Folgenden veröffentlichen möchten:
Dez/090
ACID MOTHERS TEMPLE – Schüttfolie
..Und weiter geht’s mit unserer psychedelischen Achterbahnfahrt durch Anselm Reyles Welt der Kunst!
Dez/090
Walter und Nani Schwenninger zu Gast im Lokalmagazin
Diesen Montag schauten der ehemalige Grünen- Abgeordnete Walter Schwenninger und seine aus Lima stammende Frau Nani bei uns im Studio vorbei.
Die beiden sprachen mit uns über ihre Aktivitäten im Peru AK und erzählten uns allerlei Interessantes über das Projekt…das Land, die Leute, über die Tübinger Partnerstadt Villa Elsalvador…aber auch über über Politik .
Dez/090
Nachrichten vom 21.12.09
Oase für Obdachlose
In Reulingen gibt es jetzt neuen Wohnraum für Wohnungslose. Die Arbeiterwohlfahrt schafft durch Anmietung von Wohnraum Oasen für Obdachlose. Die Oase V ist jetzt nach fünf Monaten Bauzeit fertig. Die Renovierung wurde komplett aus Spendengeldern finanziert. Ab Januar ziehen die neuen Bewohner in fünf kleine Wohnungen. Die ambulante sozialpädagogische Betreuung ist auf 18 Monate angelegt. Dazu zählt Unterstützung bei Behördengängen und die Hilfe bei persönlichen Problemen wie Sucht, Schulden oder Arbeitslosigkeit. Kriterien für den Einzug sind der dringende Bedarf, die soziale Perspektive und der Faktor der harmonischen Hausgemeinschaft. Seit 15 Jahren funktioniert das Modell nach demselben Prinzip. Die GWG ermittelt geeignete Gebäude, die Wohnungslosenhilfe koordiniert die Hilfsangebote. Die Reutlinger Oasen bieten eine Chance, den Teufelskreis aus Armut und Wohnungslosigkeit zu durchbrechen.
Neues Blockheizkraftwerk
Der neueste Baustein des Reutlinger Energiekonzepts ist ein Blockheitkraftwerk, das nun im Beruflichen Schulzentrum eingeweiht wurde. Der Vorteil dieser Art Kraftwerk ist sein geringer Energieverlust. Die produzierte Wärme kann nämlich gleich vor Ort eingesetzt werden. 150.000 Euro hat den Landkreis Reutlingen das neue Kraftwerk gekostet, 10% Förderung gab es zusätzlich vom Klimaschutzprogramm des Bundesumweltministeriums. Die Investition soll sich aber schon in fünf Jahren gerechnet haben.
Dez/090
Mit Pauken und Trompeten in die Feiertage
Unter dem Motto “Ein Schritt zurück? Nein! Anlauf fürs neue Jahr!” zogen die Studierenden, die seit etwa sechs Wochen den Tübinger Kupferbau besetzt gehalten hatten, am vergangenen Donnerstag vorerst aus. Die Besetzer wurden diesmal nicht von Uni-Leitung und Polizeigewalt zum Auszug genötigt, sondern zogen freiwillig in die „Weihnachtsferien“.
Besinnlich war der Auszug allerdings nicht. Nach einer studentischen Vollversammlung, dem Plenum zusammen mit Vetretern des Rektorats und einer Auszugsparty mit „Los Franco Neros“ am Mittwoch abend fand am Donnerstag im direkten Anschluss an den Auszug eine weitere Demo in Tübingen statt.
Die mehr als 300 Teilnehmenden zogen durch die Tübinger Innenstadt und machten noch einmal mit Transparenten und Sprechchören auf ihre Forderungen und den Notstand im deutschen Bildungssystem aufmerksam. Am Zinser-Dreieck entstand dann nochmal eine spontane Sitzblockade, die allerdings aufgrund der eisigen Kälte nur etwas mehr als eine Viertelstunde andauerte. Die Studierenden betonten, dass der Auszug alles andere als eine Kapitulation darstellen soll. Niemand solle glauben, dass wichtige Forderungen der Protestierenden seitens Uni oder Politik erfüllt worden seien. Vielmehr fahre die Politik eine Hinhaltetaktik, der die Massenmedien großteilig auf den Leim gingen.
Dez/090
ACID MOTHERS TEMPLE – Kerzenständer
Diese Woche erfreut uns Anselm Reyle mit einem punkigen Kerzenständer – also Ohren und Augen auf für die nächste Runde imaginär eingeworfener, bewusstseinserweiternder Pillchen!
Dez/090
Hans-Otto Binder zu Gast im Lokalmagazin
Hans-Otto Binder, Historiker und Experte zum Thema Entnazifizierung in Tübingen, war zu Gast bei uns im Studio. Wir sprachen mit ihm über die Entwicklung Tübingens in der Besatzungszeit und erfuhren viel Interessantes - sowohl über die Haltung der Menschen allgemein als auch über bestimmte Personen wie Hans Gmelin. Im Rahmen der Vortragsreihe “Vom braunen Hemd zur weißen Weste?” hielt er bereits im Oktober einen Vortrag mit dem Titel “Jeder wollte es nicht gewesen sein. Entnazifizierung
und Neuanfang in Tübingen in der Besatzungszeit”.
Für alle, die sich weiterhin informieren möchten: Die Vortragsreihe wird noch bis Juli fortgesetzt, dabei werden verschiedene Aspekte zum Thema von mehreren Historikern beleuchtet.
Dez/090
Nachrichten vom 18.12.09
Kommerz Kontra Kultur
Der Gemeinderat hat entschieden. Der Park am Anlagensee ist jetzt reserviert fürs Public Viewing zur Weltmeisterschaft im Juni 2010. Weichen muss dafür das Ract!-Festival. Im Ringen um den Anlagenpark fand der WM-Park der Tübinger Gastronomen mehr Stimmen als das Jugendfestival mit politischem Anspruch. Gegensätze prallen aufeinander. Vier Wochen Gastro-Event mit Nationalfahnenschwingenden Menschenmassen gegen drei Tage Workshops und Konzerte. Ehrenamtliches Jugendengagement gegen kommerzielle Interessen alteingesessener Gastronomen. Das Votum für den WM-Park könnte das Aus für eines der größten kostenlosen Jugendfestivals bedeuten. Ob das Ract!-Festival an einem anderen Ort oder zu einem anderen Termin stattfinden kann, ist mehr als fraglich. Der alte Botanische Garten ist im Gespräch, doch der zuständige Leiter des Bau- und Vermögensamtes lehnt das ab. Auf dem Festplatz scheint es ebenfalls unmöglich. Damit opfert die Stadt womöglich eines der beliebtesten Jugendfestivals in Süddeutschland zu Gunsten der fußballglotzenden, grölenden Horden.
Weihnachtliche Selbsträumung
Dez/090
Was Tübingen bewegt vom 18.12.2009
Die Leserbriefe des letzten Monats für Euch, dieses Mal vom 18.12.2009.
Trotz Verspätung viel Spaß beim nachhören…
Dez/091
Cinema Jenin

Marcus Vetter im Interview
Vergangene Woche lud das Projekt “Cinema Jenin” zu einer Pressekonferenz ins Rathaus ein. Wir von der Wüsten Welle hatten das Glück, den Initiator und Filmemacher Marcus Vetter sowie den zukünftigen Leiter des Kinos, Fakhri Hamad, vor unser Mikro zu bekommen. Auch Daniela Rathe, Leiterin des Kulturamtes, gab uns ein kurzes Interview. Daraus ist dieser spannende Bericht entstanden, der sowohl die Idee hinter dem Projekt als auch die Rolle der Stadt Tübingen erläutert.
Dez/090
ACID MOTHERS TEMPLE
Auch diese Woche gibt’s wieder den Gratis-Trip bei der Wüsten Welle….Anselm Reyle erzählt uns heute etwas über Folie und Plexiglas.
Dez/090
Nachrichten vom 14.12.09
Miese Stimmung
Dicke Luft herrscht zwischen dem Ausländerrat und der Stadtverwaltung in Reutlingen. Grund ist die aktuelle Debatte um das Integrationskonzept. Dabei fühlt sich der Ausländerrat übergangen. Sie hätten vier Jahre am Konzept gearbeitet, das Verwaltung und Fraktionen auf einmal nicht mehr teilen würden. Geplant war die Umbenennung vom Ausländerrat in Integrationsrat, Aufnahme von Spätaussiedlern und häufigere Treffen. Außerdem wollte der Ausländerrat zwei jährliche Berichte dem Verwaltungs- Kultur- und Sozialausschuss des Gemeinderats vorlegen. Knackpunkt für die schlechte Stimmung war wohl die Forderung nach einem beratenden Sitz im Integrationsausschuss. Diesen will OB Barbara Bosch dem Ausländerrat nicht zugestehen. Die gewählten Räte befürchten auch, dass sie künftig ernannt werden könnten, was sie strikt ablehnen. Die für März 2010 geplante Ausländerratswahl ist schon mal abgeblasen. Erst nach Vorlage des Integrationskonzepts wird über eine weitere Wahl entschieden. Die Ausländerräte fordern von der Verwaltung mehr Respekt und eine öffentliche Vorstellung des Integrationskonzepts.
Eine Lehrwerkstatt des Alltags
Dez/090
Nachrichten vom 11.12.09
Und Tschüss
Der Mössinger OB Werner Fifka kündigte am Montag seinen eigenen Rücktritt an. Fifka will das Amt zur Halbzeit seiner zweiten Amtsperiode Ende September 2010 vorzeitig abgeben. Diese Entscheidung versetzte die Stadträte in Staunen. Als Begründung nannte er seinen allgemeinen Gesundheitszustand, der nicht gut und stabil sei. Der erst 52jährige Fifka hat eine komplizierte Knieoperation hinter sich. Er will sich künftig außerhalb der Verwaltung und Politik betätigen. Fifka ist seit 1998 OB in Mössingen. Er machte aus dem größten Dorf im Land eine Große Kreisstadt. Ein Ergebnis seiner Stadtentwicklungsplanung mit breiter Bürgerbeteiligung. 2008 kandidierte Fifka auf der Kreistagsliste der Freien Wähler und ist aus der SPD ausgetreten. Mössingen steht also eine größere Zäsur bevor. Nicht nur personell, auch finanziell wird sich einiges ändern. Das Minus in der Stadtkasse wird keine Rekordinvestitionen wie in den vergangenen Jahren mehr zulassen. Bewerber für die Position des Mössinger OB können sich schon mal in Stellung bringen. Fifka hat den 4. Juli als Termin für die außerplanmäßige Neuwahl vorgeschlagen.
Steuerloch
Dez/090
Henrike Thies zu Gast im Lokalmagazin
Zu Gast diesen Freitag, war Henrike Thies. Sie arbeitet als Freie Mitarbeiterin für die Stadt Tübingen. Hier ist sie Zuständig für die Belebung der Verbindung zwischen Tübingen und der Partnerstadt in Lima, Villa Elsalvador. Aber nicht nur Peru war das Thema. Thies erzählt auch von ihren persönlichen Erfahrunge aus Panama, wo sie eine Zeit lang als Volunteer bei den Ureinwohnern lebte.
Dez/090
ACID MOTHERS TEMPLE – Kruzifix
Und es ist wieder Nachschub eingetroffen. Der Dealer eures Vertrauens, Anselm Reyle, hat wieder feinsten Stoff mitgebracht. Diesmal schickt er euch auf einen Trip mit seiner persönlichen Interpretation eines Kruzifix…


