Unsere Uni – Besetzung dauert an

Die StudentInnen halten weiter Treffen im besetzten Kupferbau ab

Die StudentInnen halten weiter Treffen im besetzten Kupferbau ab

Die Besetzung des Hörsaals 25 im Tübinger Kupferbau dauert weiter an. Seit Donnerstag abend halten bis zu 200 Studenten den Hörsaal besetzt und halten dort Diskussionen über die deutsche Bildungspolitik ab. Außerdem bieten sie ein kulturelles Rahmenprogramm an den Abenden. Die StudentInnen verfolgen zwei zentrale Ziele: Sie wollen sich mit den studentischen AktivistInnen an den anderen Unis im deutschsprachigen Raum solidarisieren und genauso auch auf eigene Forderungen aufmerksam machen. In Tübingen ist das neben dem seit Jahren währenden Kampf gegen Studiengebühren auch der Protest gegen das neue Studiensystem mit Bachelor und Master und der Kampf gegen die Verwirklichung des neuen Tübinger Campus. Dessen Bau würden Gebäude zum Opfer fallen, die wichtig für die politische Studentenvertretung an der Uni Tübingen sind. Darüber hinaus kämpfen die Studierenden in Tübingen seit Jahren für die Wiedereinsetzung eines politischen Gremiums zur Studentenvertretung. Dem AStA wurden in den 60er Jahren die politischen Kompetenzen entzogen und er ist seitdem nur noch ein besseres Kulturveranstaltungskommitee. Das soll sich nach Forderungen der StudentInnen wieder ändern. In einem demokratischen Staat sollte es eigentlich selbstverständlich sein, dass auch die Studierenden eine politische Vertretung haben dürfen. Zu der Besetzung war es gekommen, nachdem auf einem von der Fachschaften-Vollversammlung einberufenen Plenum der Antrag gestellt wurde, sich politisch mit den protestierenden StudentInnen in Österreich und an anderen deutschen Unis zu solidarisieren.

Die StudentInnen kämpfen für mehr politischen Einfluss

Die StudentInnen kämpfen für mehr politischen Einfluss

In Wien ist der Audimax unter dem Motto “Unsere Uni!” mittlerweile seit dem 20. Oktober besetzt. Die AktivistInnen in Tübingen erhielten am gestrigen Sonntag Besuch aus Heidelberg, um das weitere überregionale Vorgehen zu beraten. Wer mehr über die Besetzungen erfahren möchte, kann heute nachmittag um 17 Uhr das Bildungsmagazin auf der Wüsten Welle einschalten. Dieses sendet live aus dem Kupferbau über die Proteste. Mehr Infos gibt es auch in einem Interview mit VertreterInnen der Protestierenden vom Abend des 5.11.09 auf der Webseite des Lokalmagazins. Das Interview findet Ihr hier. Wenn Ihr mehr über die Proteste erfahren möchte, könnt Ihr das auf der Webseite der FSVV und auf dem neuen Blog der BesetzerInnen oder beim Bildungsmagazin auf der Wüsten Welle 96,6 tun. Außerdem gibt es laufend Infos bei Twitter (Hashtag #unibrennt@tuebingenbrennt@bildungsmagazin).