Nachrichten vom 12.10.09

Ein Platz unter den „Top Ten“?

Das britischen Hochschulmagazin “Times Higher Education” hat die Ergebnisse seines neusten World University Rankings veröffentlicht. Und die Tübinger finden darin Grund zum Jubeln: ihre Universität gehört zu den zehn besten Universitäten, nein, nicht der Welt, Deutschlands.

Genauer betrachtet ist darunter der Platz 122 unter den 200 weltbesten Universitäten zu verstehen. Heidelberg führt mit Rang 57 die Top Ten der deutschen Unis an. Berlin und München belegen Platz 94 und 98. Die wirklichen vordersten Plätze teilen sich britische und US-amerikanische Universitäten. Ein Grund dafür ist die englische Sprache, denn ein Fünftel der Gesamtpunktzahl wird durch die Anzahl der Veröffentlichungen in internationalen Fachzeitschriften erzielt. Deshalb will die EU jetzt eine Studie beim Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) in Auftrag geben die, Zitat CHE:„fairer und besser“ werden soll.

Zum Wahlkreis Reutlingen diktiert

Gegen ihren Willen wurden die Gemeinden Dusslingen, Gomaringen und Nehren dem Wahlkreis Reutlingen zugeordnet. Für die neue Einteilung haben CDU und FDP im Landtag gestimmt, die unglücklichen Gemeinden waren an dem Verfahren nicht beteiligt.
Krimi-nalitäts-Rate steigt weiter an

Ausgerechnet mit der Madonnenfigur aus Lourdes wurde sie erschlagen, die sittenstrenge Reustenerin Mathilde Häußler. Oder war sie am Ende gar nicht so katholisch, wie sie vorgab? Nicht nur unter der Matratze kommt so allerlei zum Vorschein. Wer jedoch die Madonna schwang, das haben sie uns nicht verraten, Michael Wanner und seine Frau Ulrike Munddorff bei der Krimipremiere des Silberburgverlags am letzten Mittwoch. Wer das wissen möchte, der muß ihn schon lesen, den neuen Krimi „Madonnenmord“ von Michael Wanner. Wer jetzt noch zögert, kann auch erst mal das Lokalmagazin am 23.10. einschalten, dann kommen die beiden in die Wüste Welle und legen so einige Spuren, auf der 96,6…..

Keine Pause in der Pausa

Der Ausbau der Pausa-Tonnenhalle in Mössingen ist in vollem Gange. Mit Erfolg wurde nun mit einem Durchbruch der Decke das Licht ins Erdgeschoss geholt. Die Idee stammt von Architekt Martin Frank vom Stuttgarter Büro Baldauf. Durch eine etwa 2 Meter breite Rampe werden jetzt die Stockwerke miteinander verbunden. Ein Panorama Fenster im oberen Stockwerk soll den Blick auf die Alb eröffnen. Das ursprünglich in den 50er Jahren, von Bauhaus-Architekt Manfred Lehmbruck konzipierte Gebäude, wird als Industriedenkmal die Mössinger Stadtbücherei, einen Stadtwerkeladen für Elektro-Bedarf, sowie den Regionalverband und die Sozialstation der Diakonie beherbergen.

Baubürgermeisterin verabschiedet sich

Nach 8 Jahren Amtszeit wird die amtierende Baubürgermeisterin Ulla Schreiber in einem halben Jahr nicht mehr zur Wiederwahl antreten. Im Gegensatz zur Arbeit unter Oberbürgermeisterin Russ-Scheerer, die ihr sogar verboten haben soll in der Öffentlichkeit aufzutreteten hätte ihr die Zusammenarbeit mit Boris Palmer große Freude bereitet, so Ulla Schreiber bei der Bekanntgabe am Donnerstag im Technischen Rathaus.

Jugend und Ehrenamt

Ehrenamt und bürgerliches Engagement werden von Christa Hintermair, Kreisjugend- referentin im Landratsamt Tübingen gefördert. Unterstützt und beraten wird die gesamte Aktion durch das Kreisjugendreferat.Unter dem Motto “Mitmachen ist Ehrensache” können Jugendliche einem Tag lang durch Arbeit in einem Betrieb Ihrer Wahl mindestens 5 € pro Stunde an einen Gemeinnützigen Zweck spenden. Welchen, können sie sich dabei selbst aussuchen. Informationen gibt es unter: www.mitmachen-ehrensache.de

Virtueller Schüleraustausch

Der Dußlinger Künstler Werner Steinmetz, der durch seine aufwendigen Lichtinstallationen in Tübingen auf dem Hohenzollern und in Berlin bekannt geworden ist, setzt sich momentan für einen Dialog zwischen deutschen und israelischen Schülern ein. Hierzu hat er eine Internet Plattform ins Leben gerufen über die Jugendliche aus Deutschland und Israel kommunizieren sollen. Er fühle sich mit dem Jüdischen Volk und dem Land verbunden, so Steinmetz. Mit der CDU Abgeordneten Annette Wiedmann-Mauz konnte er eine Schirmherrin gewinnen und wird im Programm „Vielfalt tut gut“ von der Jugendstiftung des Landes gefördert. Ob auch ein Konsens speziell mit der palästinensischen Bevölkerung geplant ist, ist der Webseite jedoch nicht zu entnehmen. In Zusammenarbeit mit der Israel-Plattform wurde aber ein Schüleraustausch, des Quenstedt – Gymnasiums, welches sich auch mit dem Gaza-Konflikt auseinandersetzt mit einer Schule in Menashe-Katzir organisiert. Erfahrungsberichte werden dann natürlich auch auf der Webseite www.israelplattform.de zu lesen sein.

Sternenlicht über Tübingen

Ein echter Star hat sich für die Französischen Filmtage angesagt. Zur Festivalseröffnung am 29. Oktober wird Sandrine Bonnaire erwartet. Ihren internationalen Durchbruch schaffte sie 1985 in „Vogelfrei“, Orginaltitel: “Sans toit, ni loi” von Agnès Varda. Der César, den sie für diese Rolle bekam, war allerdings schon ihr zweiter. Mit Isabell Huppert zusammen bekam sie 1996 den Goldenen Löwen für ihre Rolle in Claude Chabrols Gesellschaftssatire “Biester” („La Ceremonie“) von 1995. In Tübingen wird ihr neuer Film „Joueuse“ – „Die Schachspielerin“ zu sehen sein – inklusive der Hauptdarstellerin. Sofern sie nicht wieder absagt, wie 2008, als sie dann doch nicht in der Jury der Berlinale sitzen wollte. Vielleicht wird uns Andrea Wenzek, die Leiterin der Französischen Filmtage, schon mehr sagen können, wenn sie am Mo 26.10 zu uns ins Lokalmagazin zu Gast kommt!